- Der Reinigungsturnus für Kundenparkplätze richtet sich nach der Frequenz: Flächen mit täglichem Publikumsverkehr werden wöchentlich bis 14-täglich gekehrt, Mitarbeiter- und Anlieferflächen monatlich, Randflächen saisonal.
- Grauflächenpflege ist mehr als Kehren: Wildkraut in Fugen, freie Einläufe, erkennbare Markierungen und saubere Randsteine gehören zum Standard.
- Wildkraut auf versiegelten Flächen wird chemiefrei entfernt – mechanisch, thermisch oder mit Heißwasser –, weil Herbizide auf befestigten Flächen grundsätzlich nicht erlaubt sind.
- Verstopfte Einläufe sind das häufigste Folgeproblem ungepflegter Parkplätze: Pfützen, Eis im Winter und Schäden an der Decke.
- Ein Turnus je Teilfläche im Leistungsverzeichnis macht die Pflege planbar und prüfbar.
Warum Parkplätze einen eigenen Pflegeturnus brauchen
Parkplätze und andere versiegelte Flächen – Zufahrten, Anlieferhöfe, Wege, Stellplätze – machen auf vielen Gewerbeobjekten den größten Teil der Außenfläche aus und werden dennoch selten mit einem eigenen Turnus geplant; sie laufen unter „Außenanlagen“ mit, ohne dass festgelegt ist, wie oft gekehrt wird. Dabei ist der Parkplatz die Fläche, die jeder Kunde zuerst sieht und auf der die meisten Stolper- und Glätteunfälle passieren. Ein eigener Turnus für Grauflächen sorgt dafür, dass Kehren, Wildkrautentfernung, Einlaufkontrolle und Markierungen zu festen Zeitpunkten passieren statt auf Zuruf.
Welcher Turnus für welche Fläche sinnvoll ist
Der Turnus folgt der Frequenz und der Sichtbarkeit: Je mehr Menschen eine Fläche täglich nutzen, desto häufiger wird sie gereinigt.
| Fläche | Kehren | Wildkraut | Einläufe | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|
| Kundenparkplatz, Vorfahrt | wöchentlich bis 14-täglich | monatlich in der Saison | monatlich, nach Starkregen | Markierungen jährlich prüfen |
| Eingangsbereich, Wege | wöchentlich | monatlich | monatlich | Papierkörbe im Kehrturnus |
| Mitarbeiterparkplatz | monatlich | alle zwei Monate | quartalsweise | – |
| Anlieferung, Hof | monatlich, bei Bedarf öfter | alle zwei Monate | quartalsweise | Ölflecken sofort |
| Randstreifen, Reserveflächen | saisonal (Frühjahr, Herbst) | zweimal jährlich | halbjährlich | – |
Im Herbst verschiebt die Laubräumung den Kehrturnus nach oben, im Winter übernimmt der Winterdienst die Fläche. Wie oft Laub auf Parkflächen geräumt werden muss, beschreibt der Ratgeber Laub auf Wegen und Parkflächen.
Wie gekehrt wird: Kehrmaschine oder Handarbeit
Auf Flächen ab Parkplatzgröße ist die Kehrmaschine mit Saugaufnahme das wirtschaftliche Mittel; Handarbeit bleibt für Ecken, Randsteine, Pflanzinseln und die Bereiche um Einläufe. Eine gute Kehrrunde beginnt an den Rändern und arbeitet zur Mitte, nimmt Randsteine und Rinnen mit und endet an den Einläufen, damit das Kehrgut nicht dorthin geschoben wird. Nasses Laub und Splitt nach dem Winter brauchen mehrere Durchgänge; die Frühjahrsreinigung nach dem Winterdienst ist deshalb eine eigene Position mit höherem Aufwand als der Sommerturnus.
Warum Wildkraut chemiefrei entfernt wird
Wildkraut in Fugen und an Randsteinen wird auf versiegelten Flächen ohne Herbizide entfernt – mechanisch mit Fugenbürste, thermisch mit Heißluft oder Infrarot oder mit Heißwasser –, weil der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf befestigten Flächen, von denen Wasser in die Kanalisation oder Gewässer abfließen kann, grundsätzlich nicht zulässig ist. Chemiefreie Verfahren wirken nicht dauerhaft, deshalb ist der Turnus entscheidend: In der Saison monatlich auf sichtbaren Flächen, damit das Wildkraut gar nicht erst Wurzeln ausbildet, die das Pflaster heben. Fugen, die sich wiederholt öffnen, sollten mit geeignetem Fugenmaterial geschlossen werden – das reduziert den Aufwand in den Folgejahren.
Was bei Einläufen, Markierungen und Randsteinen zu prüfen ist
- Einläufe und Rinnen: Roste abnehmen, Schlammfang leeren, Ablauf prüfen – mindestens monatlich auf Kundenflächen und nach jedem Starkregen. Eine stehende Pfütze ist im Sommer ein Hinweis und im Winter eine Eisfläche.
- Markierungen: Stellplatzlinien, Behindertenparkplätze, Fahrbahnpfeile und Feuerwehrzufahrten einmal jährlich auf Erkennbarkeit prüfen; verblasste Markierungen vor der nächsten Saison erneuern lassen.
- Randsteine und Pflanzinseln: Lose oder abgefahrene Steine erfassen, Kanten vom Wildkraut freihalten, Anfahrschäden dokumentieren.
- Beläge: Setzungen, Frostaufbrüche und Stolperkanten bei jeder Kehrrunde melden – sie gehören in die Objektbegehung und in die Instandhaltungsplanung.
- Beleuchtung und Beschilderung: Defekte Leuchten und beschädigte Schilder im Kehrprotokoll vermerken.
Wie der Turnus ins Leistungsverzeichnis kommt
Der Turnus steht je Teilfläche im Leistungsverzeichnis, mit Angabe der Fläche in Quadratmetern, des Verfahrens (Kehrmaschine, Handarbeit) und der Zusatzleistungen (Wildkraut, Einläufe, Papierkörbe). Die Frühjahrsreinigung nach dem Winter und die Herbstverdichtung wegen Laub werden als eigene Positionen ausgewiesen. So lassen sich Angebote vergleichen und Rechnungen gegen den Plan prüfen – und der Dienstleister weiß, dass ein ausgefallener Durchgang nachgeholt werden muss, nicht einfach entfällt.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie oft sollte ein Kundenparkplatz gekehrt werden?
Bei täglichem Publikumsverkehr wöchentlich bis 14-täglich, im Herbst wegen Laub häufiger. Mitarbeiterflächen kommen mit einem monatlichen Turnus aus.
Darf Wildkraut auf dem Parkplatz chemisch bekämpft werden?
Auf versiegelten Flächen grundsätzlich nicht. Mechanische, thermische und Heißwasserverfahren sind die zulässigen Alternativen.
Wer ist für verstopfte Einläufe verantwortlich?
Die Reinigung der Einläufe auf dem Grundstück gehört zur Grauflächenpflege und damit in den Vertrag mit dem Dienstleister. Die Verantwortung für die Fläche bleibt beim Eigentümer oder Betreiber.
Lohnt sich eine Kehrmaschine für kleine Flächen?
Unter Parkplatzgröße meist nicht. Dort ist Handarbeit mit Laubbläser und Besen wirtschaftlicher und gründlicher an Kanten.
THD übernimmt für Gewerbeparks und Filialstandorte die Grauflächenpflege mit festem Turnus je Teilfläche – Übersicht auf den Seiten Gebäudedienstleister für Gewerbeparks und Außenanlagenpflege.
.png)
