Aktualisiert am 22.10.2026 · THD GmbH · Werkzeug

Kurz gesagt: Dieser Rechner nennt keine Preise – die hängen vom einzelnen Objekt ab. Er ermittelt die Größen, aus denen ein Winterdienstangebot entsteht: Räumflächen getrennt nach Hand und Maschine, erwartete Einsätze pro Saison, Streugutbedarf und Räumdauer. Am Ende steht ein fertiger Anfragetext zum Kopieren.

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Warum hier keine Preise stehen

Zwei gleich große Flächen können im Winterdienst sehr unterschiedlich teuer sein. Eine zusammenhängende Parkfläche ist maschinell in Minuten geräumt; dieselbe Quadratmeterzahl verteilt auf schmale Wege mit Stufen und Pollern ist Handarbeit und dauert ein Vielfaches. Dazu kommen Anfahrt, Schneeabfuhr und Reaktionszeit. Ein Eurobetrag würde hier eine Genauigkeit vorspiegeln, die es nicht gibt. Sinnvoller ist, die Mengen sauber zu ermitteln – dann werden Angebote vergleichbar, auch wenn Sie mehrere einholen.

So rechnet das Werkzeug

  • Streugutbedarf: abstumpfende Mittel 100–200 g/m² je Streugang, Auftausalz 10–20 g/m². Angenommen wird ein Streugang je Einsatztag.
  • Umrechnung in m³: 1,45 t/m³ für Splitt, 1,1 t/m³ für Salz. Das ist die Saisonmenge, nicht die Menge, die gleichzeitig gelagert wird.
  • Räumdauer je Einsatz: Handräumung 150–250 m²/h, maschinell 1.500–2.500 m²/h, ohne An- und Abfahrt.
  • Einsatztage: Erfahrungswerte für eine durchschnittliche Saison, nach Lage gestaffelt. Einzelne Winter weichen erheblich ab – der Wert ist änderbar.

Alle Werte sind Spannen und Größenordnungen, keine Zusagen. Verbindlich wird es erst nach einer Objektbegehung, bei der die Flächen im Räum- und Streuplan festgehalten werden.

Was ein Angebot außerdem beeinflusst

  • Entfernung und Bündelung mehrerer Objekte in einer Tour
  • Zugang: Schranken, Poller, Schlüssel, Einweisung
  • Schneelagerflächen und Schneeabfuhr
  • Zeitfenster, Reaktionszeit, Rufbereitschaft
  • Kommunale Satzung: Salzverbote, zugewiesene Gehwege
  • Aufnahme abstumpfender Mittel nach der Saison

Häufige Fragen

Woher weiß ich meine Räumfläche?

Aus dem Lageplan oder per Kartendienst grob ausgemessen. Für eine erste Anfrage reicht eine Schätzung auf 10 Prozent genau. Wichtiger als die exakte Zahl ist die Trennung: Was ist mit Maschine befahrbar, was muss von Hand geräumt werden?

Warum wird zwischen Hand- und Maschinenfläche getrennt?

Weil der Aufwand sich um etwa den Faktor zehn unterscheidet. Gehwege unter rund 1,2 Metern Breite, Treppen, Eingänge und Flächen zwischen festen Hindernissen sind meist Handarbeit.

Sind die Einsatztage verlässlich?

Nein, es sind Erfahrungswerte für eine durchschnittliche Saison. Genau deshalb regeln Winterdienstverträge die Verteilung dieses Risikos – per Pauschale, Einsatzabrechnung oder Mischform.

Welche Punkte ein Vertrag regeln sollte, steht auf der Seite Winterdienst-Rahmenvertrag. Den Leistungsumfang zeigt die Seite Winterdienst. Die Dokumentation jedes Einsatzes können Sie mit unserer PDF-Vorlage für das Einsatzprotokoll führen. Dieses Werkzeug ist eine Orientierungshilfe und keine Rechtsberatung.

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