Aktualisiert am 05.11.2026 · THD GmbH · Ratgeber

Kurz gesagt: Was Winterdienst kostet, lässt sich nicht pauschal sagen. Den Preis bestimmen vor allem die Fläche und ihr Zuschnitt, der Anteil an Handarbeit, die Zahl der Einsätze, die verlangte Reaktionszeit und die Abrechnungsart. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn alle Anbieter dieselben Flächen, Zeiten und Leistungen kalkulieren.

Wer Angebote für den Winterdienst einholt, bekommt oft Zahlen, die sich kaum vergleichen lassen: Der eine rechnet pauschal, der andere je Einsatz, der dritte nach Aufwand. Hier steht, welche Faktoren den Preis bestimmen, wie sich die Abrechnungsarten unterscheiden und wie Sie Angebote auf eine gemeinsame Basis bringen. Konkrete Beträge nennen wir bewusst nicht, weil sie ohne Objekt nicht belastbar wären.

Was den Preis bestimmt

FaktorWarum er den Preis beeinflusst
Fläche und ZuschnittMehr Quadratmeter bedeuten mehr Zeit und Streugut. Verwinkelte Flächen mit Engstellen sind aufwändiger als freie Parkflächen.
Art der FlächenGehwege, Treppen und Rampen werden häufig von Hand geräumt, große Zufahrten und Parkplätze maschinell. Handarbeit kostet pro Quadratmeter deutlich mehr Zeit.
EinsatzhäufigkeitWie oft geräumt und gestreut werden muss, hängt von Wetter und Standort ab. Bei Einsatzabrechnung zahlen Sie mehr, wenn der Winter hart ist.
Reaktionszeit und BereitschaftWer Einsatzbeginn vor einer bestimmten Uhrzeit verlangt oder Bereitschaft an Sonn- und Feiertagen, bindet Personal und Gerät. Das fließt in die Kalkulation ein.
StreumittelWelche Mittel am Standort zulässig sind und wie viel gebraucht wird, beeinflusst Material- und Ladezeiten.
SchneeabfuhrReicht die Lagerfläche nicht aus, kommen Abfuhr und Entsorgung hinzu.
DokumentationEin Einsatzprotokoll je Einsatz und Kontrollnachweise kosten Zeit, sind aber der Nachweis im Streitfall.
Mehrere ObjekteLiegen Objekte nah beieinander, sinken Anfahrt und Leerlauf. Ein Rahmenvertrag bündelt Standorte.

Pauschale, Einsatzpreis oder Aufwand?

AbrechnungsartDas spricht dafürDarauf sollten Sie achten
SaisonpauschalePlanbare Kosten, gleiche Rate unabhängig vom WetterLeistungsumfang und Einsatzzahl klar festlegen; bei mildem Winter zahlen Sie dasselbe
EinsatzpreisSie zahlen, was tatsächlich gemacht wurdeKosten schwanken mit dem Wetter; Zuschläge für Nacht und Feiertag klären
Abrechnung nach AufwandTransparent bei unklarem UmfangStundensätze, Maschinenpreise und Nachweise im Voraus vereinbaren

Welche Form passt, hängt von Objekt und Risikoneigung ab. Wichtig ist, die Angebote nicht verschiedener Abrechnungsarten gegeneinander zu rechnen, ohne dieselbe Basis anzulegen.

So werden Angebote vergleichbar

  1. Flächen vorgeben: Lageplan mit markierten Flächen und m²-Angaben, am besten als Räum- und Streuplan.
  2. Leistungen vorgeben: Das Muster-Leistungsverzeichnis an alle Anbieter geben, damit jeder dieselben Positionen kalkuliert.
  3. Zeiten vorgeben: Einsatzbeginn, Bereitschaft und die Zeiten nach örtlicher Satzung identisch ansetzen.
  4. Abrechnungsart festlegen: Entweder alle Anbieter auf dieselbe Art bitten oder die Angebote auf eine gemeinsame Basis umrechnen.
  5. Nachweise verlangen: Einsatzprotokoll und Betriebshaftpflicht. Das Einsatzprotokoll ist die Grundlage.

Bedarf abschätzen

Wie viel Fläche, Streugut und Zeit ein Objekt voraussichtlich braucht, zeigt der Winterdienst-Rechner. Er rechnet Mengen, keine Euro-Beträge, und erzeugt einen Anfragetext, den Sie an Anbieter senden können. Zum richtigen Zeitpunkt der Beauftragung lesen Sie den Ratgeber Winterdienst rechtzeitig beauftragen, zu Streumitteln den Ratgeber Streugut: Splitt, Sand, Salz.

Häufige Fragen

Warum nennt THD keine Preise pro Quadratmeter?

Weil sie ohne Objekt nicht belastbar sind. Fläche, Zuschnitt, Handanteil, Einsatzhäufigkeit und Bereitschaft verschieben den Preis erheblich. Ein Angebot entsteht nach den Angaben zum Objekt.

Ist eine Pauschale oder die Abrechnung je Einsatz günstiger?

Das lässt sich vorher nicht sagen. Die Pauschale ist planbar, bei mildem Winter aber nicht billiger. Der Einsatzpreis folgt dem Wetter.

Was gehört in ein vergleichbares Angebot?

Flächen mit m², Leistungen, Zeiten, Streumittel, Dokumentation, Abrechnungsart und Versicherungsnachweis. Das Muster-Leistungsverzeichnis fasst alle Punkte zusammen.

Wie bekomme ich ein Angebot von THD?

Über die Kontaktseite mit Angaben zu Objekt, Flächen und gewünschten Leistungen. Die Leistung im Überblick steht unter Winterdienst.

Winterdienst nicht selbst dokumentieren?

THD führt Räum- und Streudienst mit Einsatzprotokoll je Objekt, für Hausverwaltungen, Gewerbeparks und Filialisten. Wie viel Winterdienst Ihre Flächen brauchen, zeigt der Winterdienst-Rechner. Die Leistung im Überblick steht unter Winterdienst.

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